Inseltraditionen
Die Lebensweise auf der Insel Murter ist in allen vier kleinen Orten gleichzeitig ähnlich und doch verschieden. Angefangen vom Ort Tisno, dessen Einwohner großen Besitz auf dem Festland hatten, und aus diesem Grund seit jeher auf die Landwirtschaft, insbesondere auf die Olivenzucht und den Weinbau, orientiert sind.
Da der Grundbesitz weit entfernt war, hatte fast jedes Haus einen Esel, der oft eine Karre schleppte. Heute haben die Einwohner zwar keine Esel mehr, aber es gibt eine Farm, auf der einige Enthusiasten aus Tisno dieses traditionelle Hausier erhalten wollen. Zur Ehre dieser Tiere wird in jedem Sommer „Das Eselrennen” organisiert. (link)
Der Ort Jezera ist traditionell mit der Fischerei und dem Seewesen verbunden. Da die Einwohner des Ortes Jezera über wenig bebaubare Fläche verfügten, waren sie seit langem auf das Meer orientiert. Obwohl dies der kleinste Ort auf der Insel Murter war, hatte dieser Ort im 18. Jahrhundert die meisten Schiffe. Auch die Hochseeschifffahrt hat hier eine lange Tradition. Es gibt kein Meer der Welt, das die Einwohner des Ortes Jezera als Seeleute der Handelsflotte oder der Flotte für die Reisenden nicht befahren hätten.
Der Ort Murter ist traditionell mit dem Olivenanbau, mit dem Weinbau und der Fischerei verbunden. Die Einwohner von Murter sind Eigentümer der Kornateninseln, wo sie wunderschöne Olivenhaine und Weinberge gerodet haben. Danach haben sie auch angefangen, das Meer vor den Kornaten als geschickte Fischer zu erobern. Heute lebt die Tradition der Schifffahrt mit dem lateinischen Segel wieder auf und eine Regatta mit diesen Booten findet jedes Jahr Mitte September statt (link: Latinsko idro – Lateinisches Segel).
Betina ist ein Ort mit Fischern und Bauern, aber vor allem wird die Tradition des Schiffbaus gepflegt, die hier bereits im Jahr 1740 begonnen hat. Sie wurde von Paško Filipi und seinen Söhne begründet und hat bis zum heutigen Tage Bestand. Betina hat auch die ursprüngliche traditionelle dalmatinische Tradition im Bauwesen bewahrt.







